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Journal Blog

Das ist ein safe space. 

Hier teile ich meine Sicht auf das Leben und meine Welt. 
In diesem Blog geht es um Themen und Erlebnisse, die mich beschäftigen.
Es geht um die Selbsterforschung und die Verbindung mit unserem Ursprung. 
Aber auch um tagtägliche Situationen, Systeme und Vorstellungen.

no limits

Mein Weg mit einer Diagnose | Label: MS

Aktualisiert: Juli 23

Hallöchen, schön, dass du wieder hier bist. Heute möchte ich auf ein Thema eingehen, worüber ich schon gesprochen habe. Doch ich habe so viel dazu zu sagen und deshalb versuche ich hier etwas darauf einzugehen. 


Kurz vor der Pandemie im Februar 2020 befand ich mich 2 Wochen in Rumänien. Ich bemerkte ein Kribbeln in meinem Körper, das sich ausbreitete. Erst dachte ich, es wäre vom Tragen des schweren Equipments, doch als ich zurück in Deutschland war, schickte mich die Hausärztin direkt ins Krankenhaus. Sie machte Tests mit mir und meine Arme und Hände fielen mir ins Gesicht, als sich sie vor mir ausstrecken sollte. In diesem Moment war ich selbst auch erschrocken. Ich habe mich schon außerkörperlich erfahren, doch so gelähmt und das Gefühl von einer abgetrennten Hand von mir war mir neu. Jede Berührung an meinem Körper hat sich befremdlich angefühlt. Kribbelnd und gleichzeitig tief und gleichzeitig taub. Man nennt dies als Empfindungsstörungen. Also lag ich in meinem Zimmer im Krankenhaus auf der Neurologie und musste erstmal realisieren, das dies wirklich real ist. Wie fühle ich mich? Gut, eigentlich.


Abgetrennt von der Außenwelt. In Aufsicht von Menschen, denen ich vertrauen sollte. Nun. Ich bin mit der Ernährung und was ich als Mensch bräuchten sehr vertraut. Ich war froh, dass es mittlerweile kein Problem mehr ist, vegane Ernährung zu bekommen. Doch sollte in einer Einrichtung, wo Menschen genesen und gesund werden möchten, nicht aufgeklärt werden, was denn wirklich für den Menschen gesund ist und was sie speziell brauchen um den Prozess des Gesundwerdens zu unterstützen? Was sich der Mensch immer noch in den Körper steckt und wie immer noch die kranken, zu unrecht verstümmelten Tiere verschmaust werden ist für mich unbegreiflich. Anderes Thema. Wenn es um eine pflanzliche Ernährung geht vergessen Menschen oft, dass simple as it is Obst und Gemüse pflanzlich und somit vegan ist. Gesunde Ernährung ist wichtig für die Genesung und auch für ein gesundes Leben, doch ein Krankenhaus ist nun nicht ein Gesundheitshaus, richtig? Nun, ich schweife ab.


Also machte ich diese Tests, bis ich über einen Eingriff informiert wurde, den sie am nächsten Tag durchführen wollten. Eine Lumbalpunktion. Sie wollen mir mit einer Nadel im Rücken Flüssigkeit entnehmen. Ich erinnere mich, wie verwundert und wie perplex ich in diesem Moment war. Eine Nadel zwischen meinen Wirbeln in meinen Rücken, hab ich das richtig verstanden? Für manche mag dies normal sein, doch für mich war das befremdlich. Noch dazu weil sie diesen Eingriff ohne jeglicher Bilder machen wollten. Also vereinbarten wir erst das MRT. Anyway. Es war dann klar - ich hatte Entzündungsherde im Gehirn und Rückenmark. Ja gut erst mal ein Schock, aber was bedeutet das denn? Wie fühle ich mich denn? Gut, eigentlich. Ich habe versucht kurz Abstand von den Wunden zu nehmen und in mein Bauchgefühl und Herz zu gehen. Nochmal wie fühle ich mich? Ich fühle mich gut, eigentlich. Zu dieser Zeit war noch eine andere Diagnose im Raum, doch um es fest zu machen bräuchten sie den Liquor aus meinem Rücken. Die Menschen in weißen Kitteln denen man ja eigentlich vertrauen sollte, waren für mich alles andere als Vertrauensvoll. Zumindest fühlte ich mich in dem Krankenhaus nicht gut aufgehoben. Also entschied ich mich, mich selbst aus dem Krankenhaus zu entlassen und ging zu einem Job, denn ich brauchte gerade zu diesem Zeitpunkt das Geld. Nachdem sich viele um mich sorgten und ich dadurch verunsichert wurde, entschied ich mich in der nächsten Woche zu der Lumbalpunktion zu gehen und es über mich ergehen zu lassen.


Was hab ich mir nur dabei gedacht?


Erst habe ich diese Untersuchung abgelehnt. Sie wollten diesen Eingriff noch vor einem MRT machen. Das fand ich etwas skurril. Das kam für mich nicht in Frage. Für viele mag dies fatal klingen, für mich war es die einzig vertretbare Entscheidung. Was habe ich mir nur dabei gedacht? Ich habe mich gegen mich und für anderer Sorgen entschieden. Ich habe diesen Eingriff, der mir noch dazu ein Gefühl von kompletter Lähmung gegeben hat, über mich ergehen lassen nur um schlussendlich einen Namen für die Krankheit zu finden, von der man noch nicht mal die Ursache kennt. Diesen Moment trage ich leider immer noch in meinem unteren Rücken. Er hat sich manifestiert als viele Knödel an Verspannungen. Es blockiert mich und ich möchte es loslassen. Eingebrannt hat sich dieses Erlebnis. Nie mehr möchte ich mich so weit von mir abtrennen und so etwas erleben. Ich bin froh, dass keine weiteren Schäden durch den Eingriff entstanden sind. Yoga und Meditation täglich helfen mir all das Loszulassen was mir nicht länger dienlich ist.


Nun drifte ich aus meinem persönlichen Leben auf eine andere Ebene, die Manche einst vielleicht als Klugscheißer abgestempelt haben, dennoch finde ich in der Tiefe meiner Selbst einleuchtende und klare Wahrheiten, die ich gerne teilen möchte. Nun muss ich mich nicht erklären, doch tu ich es trotzdem, weil ich hier bin um Klarheit zu schaffen, dir zu helfen, deinen Kern zu finden. Ich möchte, dass du weißt, egal in welcher Lage du dich befindest, du bist sicher und bist nicht alleine. Niemals. Doch sind wir hier auch um das All-Eins-Sein zu erfahren und zu LEBEN.


Als meine Diagnose fiel, Multiple Sklerose, konnte ich erst einmal nichts damit anfangen. Also Recherchierte ich nach MS und fand direkt, dass es sich bei jedem anders ausprägt, es teilweise Schubartig kommt. Und den Ursprung von MS kennt man noch nicht. Das gab mir zu denken. Wenn man den Ursprung einer Krankheit nicht kennt, wie möchte man das denn behandeln und heilen? Oft ist in der westlichen Medizin der Wirkstoff erstmal um die Symptome zu unterdrücken, doch wirklich die Ursache zu finden und zu heilen ist ein ganz anderes Level. Nur in dem ersteren liegt das Geld. Tiefe Heilung zu erfahren, ohne Pillen ist natürlich. Eigentlich haben wir sowohl unseren Lebensplan als auch unsere Medizin in uns. Wir suchen meist im Außen danach, wie ich, ich habe dann die Netflix Doku HEAL gesehen. Und ab diesem Moment ging meine richtige Reise los. Denn ich begann mich selbst zu erforschen. Das gab mir Hoffnung und die Gewissheit, dass ich Einfluss auf meine Heilung habe und die Baustellen in mir finden und angehen muss.


Die Schulmedizin ist hilfreich und es ist wunderbar wie viel schon erforscht wurde. Gleichzeitig wundere ich mich wie wenig jeder einzelne in sich selbst erforscht. Der Umgang mit Krankheit und physischen und psychischen Symptomen in Kombination mit der Pharmaindustrie ist da vieles aus dem Ruder gelaufen. Ich habe gelernt und an meinem Körper schon oft beobachtet, wie intelligent der Körper ist, um sich selbst zu heilen. Warum sollte das nur bei einer äußerlichen Wunde funktionieren? Ich habe noch nie in Frage gestellt ob ein Kratzer oder eine Schürfwunde wieder heilt. Ich bin mir sicher, ihr habt schon mal von dem Placebo-effekt gehört. Dieser sagt für mich aus, dass die Gedankenkraft, der Wille und der Glaube an Heilung durch eine Zuckertablette meist ausreicht, um Heilung zu erfahren. Nun lassen wir die Pille weg und sind uns bewusst dass Heilung passiert und hören und fühlen genauer hin. In uns. Dann finden wir einen Plan, ein Rezept, unser Menü. Was ich damit meine? Unseren Seelenplan.


Es gibt Menschen, die sagen MS ist das Ergebnis aus größerem Mitgefühl für andere als für uns selbst. Und manchmal glauben wir es wäre notwendig jemand anderen zu helfen. Doch erst müssen wir uns selbst helfen. Wie auch immer bei uns Symptome auftreten und ausgelöst werden, Auslöser dafür sind Stress, ungeheilte Traumata, der Lebensstil und das mangelnde Kümmern um sich selbst. Wir haben die Stärke mit unserem Willen und der Aktion des bewussten Handelns unseren Gesundheitszustand zu verändern. Das geht nicht nur in eine Richtung. Es gibt eine Skala von Krank bis Gesund und wir sind in der Lage dies mit unseren Gedanken und dementsprechend auch unserem Tun und Handeln zu beeinflussen. Also lasst uns unser Leben leben.



Nach meiner Diagnose MS wurde mir klar, dass das Leben wie ich es zuvor gelebt habe, für mich nicht gesundheitsförderlich war. Mein Immunsystem griff meinen Körper an. Das sind Momente, für die ich sehr dankbar bin, denn sie haben mir wieder ein Stück die Augen geöffnet. Ich änderte meinen Lebensstil, integrierte wieder Meditation und Yogapraktiken in meinen Alltag, so gut es ging. Ich tat mein Bestes mich gesund zu ernähren. Ich versuchte Gitarre zu lernen, um meine Hände zu fordern und fördern. Und nach kurzer Zeit kam mein vollständiges Gefühl zurück.

Ich war froh, dass ich meinem Bauchgefühl gefolgt bin und mich gegen eine 'Unterdrückungsbehandlung mit eventuellen Nebenwirkungen für neue Medikamente, die die Nebenwirkung unterdrücken sollen'— ich drifte ab— entschieden habe.

Natur hat mir sehr geholfen. Ich habe einige Nächte unter freiem Himmel verbracht und auch tagsüber mit Mutter Erde co-existiert. Ein Besuch in der Natur ist auf jeden Fall sehr unterschätzt.


Zeit verging und ich kam zurück in meine alten Gewohnheiten. Und eines Abends ein Jahr später nach meiner Diagnose sprachen wir noch einmal intensiv über meine Diagnose und am nächsten Morgen wachte ich mit Doppelbildern auf. Ich recherchierte und es ist tatsächlich auch als Symptom bei MS bekannt. Es war wie. "Heeey, erinnerst du dich? Du wolltest dich doch um deinen Körper kümmern? Machst du schon hast du gesagt? "

Es ist nicht einfach damit getan, Medikamente abzulehnen. Es gilt sich um die Heilung zu kümmern und alternativen zu finden. In meinem Fall mit Symptomen wie Kribbeln und Lehmungserscheinungen, habe ich meinen Lebensstil geändert, tägliche Meditation praktiziert, Yoga gemacht, gezeichnet, Hände bewusst einsetzen, Gitarre gespielt, Kambo gemacht, meine Glaubenssätze angesehen, Journaling....


Ich habe gelernt die unangenehmen Dinge anzuschauen und mit ihnen zu arbeiten, statt sie weiter zu verdrängen und sie explodieren lassen. Ich habe gelernt präsent zu sein und zu akzeptieren, was eh nicht zu ändern ist. Wie das Wetter zum Beispiel. Vielleicht können wir aufhören uns über das Wetter zu beklagen. Es ist wie es ist. So why even matter?


Heute weiß ich: wir haben uns selbst mit all dem ausgestattet, was wir brauchen, als wir inkarnierten. Mein Körper sagt mir was er braucht, wenn ich mir erlaube hinzuhören. Wenn ich mich dem Leben hingebe tritt Heilung ein. Lass uns das erleben, was unser höheres Ich für uns vorgesehen hat. Es ist alles hier.


So, ich glaub das wars für heute. Ich mach 'nen Strich drunter. Habt ihr Lust wieder von mir zu lesen? Würde mich interessieren. Und wenn nicht, ich glaub diesmal mach ich's trotzdem :D Mich würde außerdem noch interessieren worauf ich beim nächsten Mal denn eingehen soll. Dieser Ort ist ein Safespace. Ich möchte hier offen über alle Themen die uns im Leben begleiten eingehen.


Ich bin so dankbar, dass es mir mittlerweile Symptomfrei gut geht und hoffe, dass ich dir mit diesem Beitrag helfen konnte!

Bis zum nächsten Beitrag!

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