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Journal Blog

Das ist ein safe space. 

Hier teile ich meine Sicht auf das Leben und meine Welt. 
In diesem Blog geht es um Themen und Erlebnisse, die mich beschäftigen.
Es geht um die Selbsterforschung und die Verbindung mit unserem Ursprung. 
Aber auch um tagtägliche Situationen, Systeme und Vorstellungen.

no limits

Mein erster ungeschützter Eintrag in das World Wide Web

Diese Zeilen sind spontan und persönlich entstanden und kamen nur so aus mir rausgeschossen. Ich möchte schon lange erzählen, was mir in den letzten Jahren alles passiert ist und vor allem was ich alles gelernt habe. So wie es aus mir rausgekommen ist, so möchte ich dies heute mit dir teilen.


Ich habe öfter in den letzten Jahren versucht einen Blog zu starten und habe alle paar Monate einen Eintrag veröffentlicht, aber ihn auch nicht wirklich gefeiert. Es war mehr ein Gefühl von das wäre was für mich, aber wie, worüber, warum... Nun ist einige Zeit vergangen und ich schreibe regelmäßig in mein Journal und da kam ich auf den Faden, dass all das was ich gemeistert habe, auch anderen Menschen helfen könnte. In diesem Blog geht es um Themen und Erlebnisse, die mich beschäftigen, es geht um die Selbsterforschung und das Finden des Ursprungs Allem. Es geht um tagtägliche Situationen, Systeme und Vorstellungen. Hier ist ein Safe Space und ich würde mich freuen, wenn ihr euch mit einbringen würdet. Manches channel ich durch mich. Ich schreibe um zu schreiben, aber auch um zu verändern. Ich schreibe um mir alles von der Seele zu reden, und um zu bewegen. Ich möchte dich anspornen, wenn du es noch nicht getan hast auf die Erkundungstour deiner Selbst zu gehen.

Mein persönlicher Weg meinen Werdegang zu gestalten.

Mit 18 Jahren war ich die jüngste Mitarbeiterin in der Content Creation bei Zalando, mit 19 wurde mein Ziel erfüllt in einer internationalen Bildagentur aufgenommen zu werden und in Magazinen wie Vogue, Cosmopolitan und Instyle veröffentlicht zu werden. Doch war ich erfüllt? Mit meinem starken Willen und meinem Durchhaltevermögung und das sensible Achten auf Möglichkeiten, konnte ich in meinen jungen Jahren meine Ziele erreichen. Doch zu dieser Zeit habe ich mir erhofft glücklich zu sein. Wenn ich das erreiche, dann werde ich zufrieden sein. Ich habe gebrannt und habe das gemacht was



Von meiner Familie habe ich mit knapp 14 Jahren eine Kamera geschenkt bekommen. Damals bin ich in einen Laden gegangen, habe einige Wenige in die Hand genommen und bin schlussendlich bei einer Canon hängen geblieben. Für mich war wichtig, dass ich mit der Menüführung klarkomme und bei dieser, war es für mich sehr einleuchtend. Ich kann mich erinnern, alles mögliche fotografiert zu haben, nur um den Umgang mit der Kamera und dem Licht zu lernen. Als ich dann angefangen habe Selbstporträts zu schießen und auch


Freundinnen fotografiert habe, entwickelte sich meine Leidenschaft Menschen zu fotografieren. Mit 15 Jahren habe ich für Freundinnen und für Freunde von Freunden Facebook Profilbilder und sonstige Portraits geschossen, ich hab mich bei Photoshop ausprobiert und recht schnell meldeten sich Models und so kam Sophia in den Fluss. Ich habe die Möglichkeit bekommen, in einem angenehmen, vertrauten Umkreis Fotografieren zu lernen und dadurch habe ich einen ganz offenen, aber präzisen Blick entwickelt.

Es war beginn des 4. Jahres in meiner Grafikausbildung und ich habe für mich beschlossen genug von dem Unterricht mitgenommen zu haben und nun meinen eigenen Weg zu gehen. Ich wollte raus.

Also bin ich mit 18 statt mit auf die Klassenfahrt, nach Berlin geflogen, um dort Fotoshootings zu machen. Tatsächlich hatte ich zwei Shootings mit damaligen GNTM Teilnehmerinnen und das war für mich damals riesig! Außerdem habe ich einen meiner ersten Kooperationspartner Happy Strappy getroffen. Berlin hat sich wie zuhause angefühlt, da war es für mich umso toller, dass Selcuk mir damals auch einen Schlafplatz angeboten, wenn ich nach Berlin ziehen möchte. Ein Monat später habe ich meine Koffer gepackt und bin mit dem Nachtbus nach Berlin übersiedelt und habe das Angebot dankend angenommen. Nach 5 Tagen hatte ich ein WG Zimmer. Zu dieser Zeit hatte ich 40 Euro auf dem Konto, man könnte meinen ich laufe blauäugig durch die Welt. Doch ich habe das mit spontanen Jobs und Unterstützung der Familie irgendwie geschafft.

Nach mehreren Bewerbungen habe ich auch einen Fulltimejob bei Zalando in der Content Creation bekommen.

Ich bin Stier, was ich wollte, hab ich mir geholt. Viele Menschen haben sich um mich gesorgt. Ihnen war es wichtig diesen Abschluss in der Tasche zu haben, doch zwei weitere Jahre wären in meinen Augen für mich vergeudete Zeit gewesen. Ich wollte arbeiten, ich wollte unabhängig sein, ich wollte frei sein. Und jeder Schritt in diese Richtung ist gefallen, als wäre etwas anderes für mich garnicht vorgesehen gewesen. Es war ein Rausch. Dieses 18-jährige Mädchen vom Dorf, in die Kleinstadt und dann nach Berlin in die internationale Metropole. Ja, das gab mir Rausch. 40 h Wochen Models Fotografiert und nach Feierabend noch freie Shootings drangehängt oder die Wochenenden genutzt. Nonstop konnte ich fotografieren und die Energie kam nur so rausgesprudelt. Doch irgendwie, war ich trotzdem irgendwann, an einem Punkt nicht zufrieden zu sein.


Die Branche war sehr oberflächlich und ist sie teilweise immer noch. Zumindest sehr am Konsum orientiert und immer höher, weiter, schneller, no matter what. Vieles war Fake und das hab ich mir nicht für mein Leben gewünscht. Und so sollte meine Welt nicht sein.


Mein Weg um wieder auf den Boden zu finden, war Foodsharing. Mit Foodsharing konnte ich mit unzähligen anderen Foodsavern Lebensmittel vor der Verschwendung und dem Müll retten. Nachts stand ich vor 20 Menschen unter der Brücke um die Lebensmittel zu verteilen. Ihr könnt euch garnicht vorstellen wie viel Obst und Gemüse täglich von Supermärkten aussortiert wird. Und was diese Momente in mir ausgelöst haben. Sei es eine neue Lieferung oder leichte Makel, dann sind es schon mal 8 Kisten Obst und Gemüse in einer Filiale an einem Abend...und woanders verhungern Menschen. Außerdem habe ich Nachtschichten in einer Notunterkunft der Johanniter gemacht. Auch das hat mir die Augen geöffnet, mein Herz geweitet und mich zurück auf den Boden der Tatsachen gebracht.


Dennoch befand ich mich in einem kleinen Loch und zu dieser Zeit verspürte ich zudem noch den Weltschmerz. Meine Ziele waren erreicht und jetzt? Wie gehts weiter? In mir kamen so viele Fragen auf. Also hab ich mich für eine Therapie in einer Achtsamkeitsschule in Berlin entschieden. Vielleicht gehe ich mal tiefer in die Art der Therapie ein, sie hat mir sehr geholfen. Danke SIA. Mir wurde Achtsamkeit nahe gelegt. Ich habe angefangen mit mir achtsamer umzugehen. Mir hat das Urvertrauen gefehlt. In mich und in alle. Verzweifelt und frustriert.

Über die Zeit habe ich das neugierige und tatkräftige Mädchen in mir verloren. Sie war nicht weg, aber ich habe ihr nicht mehr getraut. Wofür war all die Arbeit, wenn am Ende dieses Tunnels nur konsumorientierter, oberflächlicher Scheiß ist. Verzeiht mir meinen Ausdruck. Ich habe mir Glück und Freude erhofft, wenn ich meine Ziele erreiche, doch was ich bekommen habe, aus heutiger Sicht, hätte ich mir nie erträumen können.


Manche Menschen glauben nicht an Wunder. Doch heute weiß ich, selbst erforscht und für mich approved. Wunder sind real. Wir sind das Wunder, wenn wir uns dafür entscheiden in unser Herz zu fühlen und spüren was wir wirklich brauchen. Niemand ist für unseren Wohlstand und unsere Gesundheit verantwortlich, außer wir selbst. Niemand kann uns das Geben wonach sich unsere Seele sehnt, außer wir selbst. Es gibt keinen Grund uns oder jemanden oder etwas zu bewerten, es ist wie es ist, wie reagieren wir darauf? Wie möchten wir uns sehen?

Im nächsten Blogeintrag geht es um meinen Weg mit der Diagnose MS.





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